Unternehmensnews: Die 5 größten Fehler

Wie motivieren wir Mitarbeiter zur Teilnahme an Wikis und Netzwerken? Diese Frage bildet oft den Mittelpunkt der unternehmensinternen Web2.0-Einführung. Aber wie sieht es bei den grundlegenden Funktionen wie dem Bereitstellen zentraler Informationen aus? Diese Komponenten bilden die Basis eines guten Intranets und müssen stimmen, damit Mitarbeiter die neue Form der Zusammenarbeit akzeptieren und sich beteiligen.

Sind die Unternehmensnews überhaupt bereit für ihren großen Auftritt? Im Rahmen der Einführung von Social Intranets bekommen Führungskräfte die große Chance (und Herausforderung), die Mitarbeiter mit wenig Aufwand besser zu erreichen. Hier die fünf größten Fehler bei Unternehmensnews.

 

#1 Beschallung statt Dialog

„Informationen im ,Marketing-Management-Denglish‘ sind nicht in meiner Sprache verfasst und beziehen sich bzw. orientieren sich nicht an meiner (Begriffs-) Welt. Somit empfinde ich dies auch nicht als Information oder als Einstieg in einen Dialog, sondern als Beschallung“. Dieses Zitat aus dem Beitrag von Christof Hafkemeyer im Buch „Social Intranet“ (Verf. Frank Wolf) zeigt, dass immer die Sprache und Alltagswelt des Empfängerkreises im Vordergrund stehen muss. Denn was beim Leser ankommt, hängt maßgeblich vom Empfänger und  dessen Interpretation ab.

#2 Keine Kommentarfunktion

Sobald man sich für offene Kommunikation entscheidet, sollte dies auch für beide Seiten – Führungskraft und Mitarbeiter – möglich sein. Einseitige Kommunikation erzeugt ein schlechtes Bauchgefühl bei Mitarbeitern. Daher: Auch bei kritischen Themen keine Scheu davor, den Mitarbeitern Feedback zu ermöglichen. Likes und Kommentare sind dafür gemacht! Im Gegensatz zu Gesprächen in der Kaffeeküche hat die Führungsebene hier die Möglichkeit, mitzulesen und zu reagieren.

#3 Keine Einbeziehung der Kultur

Welche Variante der technischen Umsetzung für das Unternehmen die beste ist, hängt vor allem von der Unternehmens- und Kommunikationskultur ab. Das Spektrum der Möglichkeiten reicht von Wochenberichten, über ein News-Dashboard bis hin zu einem Blog. Ein neu gestarteter Blog hat keine Chance auf Gehör zu treffen, wenn er nicht von (social) begeisterten Autoren getragen wird.

#4 Komplexe Freigabeprozesse

Die Einführung von News und Blogs im Intranet erfordert ein Umdenken der Unternehmenskommunikation. Die komplexen Freigabeprozesse für Mitteilungen, die nach außen kommuniziert werden, können nicht 1:1 auf interne Nachrichten übertragen werden. Im besten Fall stellt die Führungskraft selbst ihre Nachrichten ein – so wirken die Mitteilungen gleichzeitig echt, wertschätzend und erzeugen Nähe zum Mitarbeiter.

#5 Kein mobiler Zugriff

Da Reisen im Arbeitsalltag immer wichtiger werden, ist der mobile Zugriff auf die Unternehmsnews entscheidend, um alle Mitarbeiter zeitnah zu involvieren. Auch für Führungskräfte selbst, ist der mobile Login eine gute Gelegenheit, von Geschäftsreisen und Kundenterminen zu berichten. Die nächste Stufe – der Zugriff außerhalb des Unternehmensnetzes über das private Device – ist gerade für Mitarbeiter, die nicht am PC arbeiten, ein Zugewinn.

 

Bildnachweis: Titelbild © Achim Thiemermann/pixabay.com

 

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